Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
CoreServ — Steven Arnold, Im Kammereck 49, 63229 Egelsbach, Deutschland (nachfolgend „CoreServ")
Stand: Juli 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen CoreServ und ihren Kunden über die Bereitstellung von Hosting-Leistungen (insbesondere virtuelle Server/KVM), damit verbundene Zusatzleistungen sowie Remote-Hands- und Vor-Ort-Services.
(2) Kunde kann sowohl Verbraucher (§ 13 BGB) als auch Unternehmer (§ 14 BGB) sein. Einzelne Regelungen dieser AGB gelten nur für eine der beiden Gruppen und sind entsprechend gekennzeichnet.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, CoreServ stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Produkte auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.
(2) Mit Abschluss des Bestellvorgangs gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn CoreServ die Bestellung annimmt — in der Regel durch Bereitstellung der Leistung oder durch ausdrückliche Auftragsbestätigung per E-Mail.
(3) CoreServ ist berechtigt, Bestellungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere bei begründeten Zweifeln an der Richtigkeit der Kundenangaben.
(4) Zur Registrierung berechtigt sind nur unbeschränkt geschäftsfähige Personen. Pro Person ist grundsätzlich nur ein Kundenkonto zulässig.
§ 3 Leistungen und Verfügbarkeit
(1) Der Umfang der jeweiligen Leistung ergibt sich aus der Produktbeschreibung zum Zeitpunkt der Bestellung.
(2) CoreServ strebt eine Verfügbarkeit der Server von 99,2 % im Jahresmittel an. Nicht als Ausfallzeit gelten: angekündigte Wartungsfenster, Unterbrechungen aufgrund höherer Gewalt, Angriffe Dritter (insbesondere DoS-/DDoS-Angriffe), Störungen, die der Kunde zu vertreten hat, sowie Ausfälle vorgelagerter Netze außerhalb des Einflussbereichs von CoreServ.
(3) Ein etwaiger DDoS-Schutz wird auf Best-Effort-Basis erbracht. Eine Abwehr sämtlicher Angriffe wird nicht geschuldet.
(4) CoreServ darf Leistungen anpassen oder weiterentwickeln, soweit dies für den Kunden zumutbar ist und die vertraglich vereinbarte Kernleistung nicht wesentlich eingeschränkt wird. Zugewiesene IP-Adressen können aus technischen oder rechtlichen Gründen geändert werden, soweit dies dem Kunden zumutbar ist.
§ 4 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung ausgewiesenen Preise. Als Kleinunternehmer im Sinne von § 19 Abs. 1 UStG berechnet CoreServ keine Umsatzsteuer; alle Preise sind Endpreise.
(2) Die Leistungserbringung erfolgt gegen Vorkasse (Prepaid). Die Bereitstellung bzw. Verlängerung erfolgt erst nach Zahlungseingang.
(3) Rechnungen werden elektronisch über das Kundenportal bereitgestellt. Die Zahlung erfolgt über die im Bestellprozess angebotenen Zahlungsarten oder per Überweisung auf das auf der Rechnung angegebene Konto.
(4) Gerät der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug, ist CoreServ nach vorheriger Ankündigung berechtigt, die betroffenen Leistungen zu sperren. Die Zahlungspflicht für den Sperrzeitraum bleibt unberührt.
§ 5 Vertragslaufzeit, Kündigung und Datenlöschung
(1) Verträge werden für die bestellte Abrechnungsperiode geschlossen. Erfolgt keine Verlängerung durch Zahlung, endet der Vertrag mit Ablauf der bezahlten Periode, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für CoreServ insbesondere vor, wenn der Kunde schwerwiegend oder wiederholt gegen § 7 (Verbotene Nutzung) verstößt.
(3) Nach Vertragsende werden die Daten des Kunden auf den betroffenen Systemen nach Ablauf von 7 Tagen unwiderruflich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Für die rechtzeitige Sicherung seiner Daten ist der Kunde selbst verantwortlich.
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Änderungen seiner Daten unverzüglich im Kundenportal zu aktualisieren.
(2) Der Kunde hat seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Handlungen, die über sein Kundenkonto vorgenommen werden, werden ihm zugerechnet, soweit er sie zu vertreten hat.
(3) Der Kunde ist für die Administration und Absicherung seiner Server selbst verantwortlich, insbesondere für das zeitnahe Einspielen von Sicherheitsupdates der von ihm betriebenen Software.
(4) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich. CoreServ schuldet keine Datensicherung, soweit diese nicht ausdrücklich als Leistung vereinbart ist.
§ 7 Verbotene Nutzung
(1) Dem Kunden ist es untersagt, die Leistungen zu nutzen für:
die Speicherung oder Verbreitung rechtswidriger Inhalte, insbesondere solcher, die gegen Straf-, Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Jugendschutzrecht verstoßen;
den Versand unverlangter Nachrichten (Spam) oder das Betreiben von Phishing;
Angriffe auf fremde Systeme oder Netze, insbesondere DoS-/DDoS-Angriffe, unbefugte Zugriffsversuche, Port- und Vulnerability-Scans ohne Einwilligung des Betroffenen;
die Verbreitung von Schadsoftware oder den Betrieb von Botnetz-Infrastruktur.
(2) Bei der Nutzung geteilter Ressourcen (z. B. CPU, Netzwerk auf Virtualisierungshosts) ist eine dauerhafte, andere Kunden erheblich beeinträchtigende Vollauslastung untersagt; dies gilt insbesondere für Kryptowährungs-Mining.
(3) Bei Verstößen ist CoreServ berechtigt, nach Abwägung der Interessen die betroffene Leistung vorübergehend zu sperren und den Kunden zur Beseitigung des Verstoßes aufzufordern. Bei schwerwiegenden Verstößen oder Gefahr im Verzug (z. B. laufende Angriffe von Kundensystemen) kann die Sperrung ohne Vorankündigung erfolgen. Weitergehende Rechte, insbesondere die außerordentliche Kündigung und Schadensersatzansprüche, bleiben unberührt.
(4) Hinweise auf rechtswidrige Inhalte können an die im Impressum genannte E-Mail-Adresse gemeldet werden. CoreServ prüft Meldungen und ergreift erforderliche Maßnahmen.
§ 8 Remote Hands und Vor-Ort-Services
(1) CoreServ bietet auf gesonderte Beauftragung Arbeiten an Kundensystemen im Rechenzentrum an („Remote Hands"), insbesondere Neustarts, Sichtprüfungen, Verkabelungsarbeiten, Komponententausch, Konsolenzugriff vor Ort und Medienwechsel. Der konkrete Umfang ergibt sich aus der jeweiligen Beauftragung.
(2) Remote-Hands-Leistungen werden ausschließlich auf Weisung des Kunden ausgeführt. CoreServ schuldet die sorgfältige Ausführung der Weisung, jedoch keine Prüfung, ob die Weisung für den vom Kunden verfolgten Zweck geeignet ist, und keine Beratung zu deren Folgen. Erkennt CoreServ, dass eine Weisung offensichtlich fehlerhaft ist oder Schäden verursachen würde, wird CoreServ den Kunden darauf hinweisen und die Weisung erst nach Bestätigung ausführen.
(3) Die Abrechnung erfolgt nach der zum Zeitpunkt der Beauftragung veröffentlichten Preisliste, in Zeittakten je angefangener 30 Minuten zuzüglich einer Anfahrtspauschale; außerhalb der regulären Servicezeiten können Zuschläge anfallen. Es gilt eine Mindestabrechnung von 30 Minuten je Einsatz.
(4) Vom Kunden beigestelltes Material (z. B. Ersatzteile) muss für den vorgesehenen Zweck geeignet sein. Für Mängel beigestellten Materials übernimmt CoreServ keine Gewährleistung.
(5) Genannte Reaktions- und Einsatzzeiten sind unverbindliche Zielwerte, soweit nicht ausdrücklich eine feste Frist in Textform zugesagt wurde.
§ 9 Haftung
(1) CoreServ haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) — also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf — ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Für den Verlust von Daten haftet CoreServ nach Maßgabe der vorstehenden Absätze nur in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre.
§ 10 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu. Der Widerruf ist durch eine eindeutige Erklärung (z. B. E-Mail an die im Impressum genannte Adresse) gegenüber CoreServ zu erklären; das nachstehende Muster-Formular kann verwendet werden, ist aber nicht vorgeschrieben.
(2) Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass die Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und widerruft er anschließend, schuldet er Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung anteilig im Verhältnis zum vereinbarten Gesamtpreis.
(3) Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn CoreServ die Leistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.
(4) Muster-Widerrufsformular: „An CoreServ, Steven Arnold, Im Kammereck 49, 63229 Egelsbach, E-Mail: info@coreserv.de — Hiermit widerrufe(n) ich/wir den von mir/uns abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung: [Bezeichnung], bestellt am [Datum], Name und Anschrift des/der Verbraucher(s), Unterschrift (nur bei Mitteilung auf Papier), Datum."
§ 11 Änderungen der AGB
(1) CoreServ kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung unter Berücksichtigung der Interessen von CoreServ für den Kunden zumutbar ist.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens vier Wochen vor Inkrafttreten in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Rechtsfolge wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs ist jede Partei berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung zu kündigen.
§ 12 Streitbeilegung
CoreServ ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts ihres gewöhnlichen Aufenthaltsstaats entzogen wird.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz von CoreServ.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.